Hochzeitstag Teil II

Januar 28th, 2008

Und imposant war der Einzug des Bräutigams und der Männer, die ihn begleiteten. Ihr Gesang hallte über die Schlucht, noch ehe der Erste von ihnen zu sehen war und schon bald stimmten die Feiernden Parlussan‘s mit ein. Man hatte Camea wohl angemerkt, dass das erklingen des Gesanges sie beinahe dazu bewogen hätte, sich aus dem Staub zu machen, ihre verheirateten Freundinnen jedoch, allen voran Marina, hatten ihr zugeprostet und mit bestem Beerenbrand wurde die Aufregung schließlich bekämpft. Ein Podest hatte man gebaut, mit Blumen und Herbstblättern geschmückt, von Efeuranken eingerahmt. Mit klopfendem Herzen raffte Camea ihre Röcke und stieg die Treppe empor, geführt von ihrem Vater, welcher sie dem bereits schon wartenden Martainn übergab. Ein ernster Blick, den Brautvater und Bräutigam tauschten, er gehörte zur Tradition, ebenso wie das Grinsen, das darauf folgte. Und Martainn‘s Mutter, Lianra, sie fasste Camea an den Händen und ließ sie sanft lächelnd wissen, dass sie ihrem Gemahl nur viele Kinder schenken müsse, dann werde die Ehe eine glückliche und eine lange. “Er wird mit dem Kinder machen zu beschäftigt sein, um noch an anderes denken zu können.“ warf irgend jemand ein und frohes Gelächter war die Antwort darauf.
Der Abgesandte des Herzoges, welcher gleichermaßen der Verwalter der Sippenverzeichnisse war, begann mit der Zeremonie. Und Camea war nicht die Einzige, welche mitunter Unglauben empfand, denn irgendwie war es absurd, was hier geschehen würde. Sie würde heiraten.

 

Ringe

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