Es darf nicht sein Teil II

Juli 14th, 2008

Ihrem leisen Seufzen jedoch schenkte er gerne Aufmerksamkeit und mit einem inneren Schmunzeln stellte er fest, dass sie nur deswegen noch einigermaßen sicher auf ihren Beinen stand, weil er sie noch immer fest hielt. Es war ein Fehler, für sie beide. Es war ihm so herzlich egal. Mit seinen Fingerspitzen strich er einzelne Strähnen ihres braunen Haares nach und kam ihrem Blick dabei entgegen, seine andere Hand löste sich nur widerwillig von ihrer Hüfte und ein Rascheln verriet ihm, dass der Stoff ihres Kleides wieder über ihre Beine fiel. Vermutlich berührte der Saum den trockenen Boden. Er hielt es gerne mit dem Schweigen, so auch auf dem Weg zurück. Dennoch, so lange sie keine der Wachen Rhiwallon Manors zu erwarten hatten, hielt er sie mit einem Arm um ihre Taille bei sich, als sie auch das letzte Stück des Weges zu Fuß gingen. So gut es ihm die Dunkelheit erlaubte sah er zu, wie sie die letzte Erdbeere aß und auch wenn er es nicht wirklich sehen konnte, er wusste, wie sie dabei aussah. Sie würde die Augen schließen, ein leichtes Lächeln würde auf ihren Lippen liegen und den Genuss dieser süßen Frucht, den würde sie so lange es nur ging ausreizen. Vor beinahe zwei Stunden hatte ihm genau dieser Anblick klar gemacht, dass ihre gemeinsame Nacht keine Ausnahme bleiben würde. So wie die Dinge lagen, war es sehr wahrscheinlich, dass er nicht bis zum Herbst auf Rhiwallon Manor blieb.

 

Erdbeeren - was für ein Genuß

Keine Kommentare