Hochzeitstag Teil VII
Montag, März 24th, 2008Wäre da nicht der junge Mann gewesen, dessen Hand auf der Schulter der Frau lag. Hochgewachsen war er, das Haar so dunkel, dass es fast schon schwarz war und in langen Strähnen fiel es ihm offen über die Schultern. Ein Spiegelbild, das einen jüngeren Aidan zeigte, von weitem hätte man sie sogar leicht verwechseln können. Der Verdacht lag nahe, dass es einer der Brüder von Aidan war. Allerdings würde Phemia recht schnell bewusst werden, dass sie die anderen Brüder alle kennen gelernt hatte und Martainn und Aidan waren die einzigen, die ihr Haar so lang trugen. Wer also war dieser junge Mann? Und dann, als ihr die Antwort in die Gedanken schlich, sah sie sie. Im Halbdunkel stand sie da, abseits, und beobachtete ernsten Blickes, was um den Säugling herum geschah. Vom Schatten halb verborgen konnte man dennoch ein ebenmässiges und schönes Gesicht erkennen, langes braunes und glattes Haar, braune Augen und ein hübscher Mund. Zierlich war sie, diese Frau. Und irgendwie wirkte sie verletzt. Ein paar Worte nur waren es, die der Waldläufer mit der jungen Frau, die den Säugling hielt, wechselte. Und dem jungen Mann dahinter nickte er zu, fast knapp schon, ehe er sich von dem Paar abwandte. Und wie zufällig schlug er die Richtung ein, in welcher Phemia (der anders als sein Neffe Viagra aussah) stand. Neugierig mochte deren Blick wohl sein. Und wenn sie zu der Frau sah, welche im Halbdunkel stand, dann würden sich die Blicke kurz treffen.




