Auf dem Weg nach Matanzas Teil II
August 25th, 2008“Soweit ich weiss, ja.“ Jetzt erst schienen ihr die Augen aufzugehen. Der Captain wollte nach Matanzas, um dort das Lösegeld für sie einzustreichen – wie passend. Sie verfluchte ihn laut als einen Bastard und ballte zitternd die Fäuste. Er verriet sie, und das nach seinen Worten noch vor kurzer Zeit. Sicher, sie hatte ihn abgewiesen. Es war wohl falsch ihm zuzutrauen, dass er verstehen würde, dass sie das nur für ihn tat. Nur für ihn. Ohne weiter nachzudenken riss sie sich herum und entfernte sich von Hektor, ohne ihn aufzuklären, was eigentlich los war. Dieser sah ihr nur verwirrt nach und ging dann mit einem Achselzucken zurück an seine Arbeit. In ihren Gedanken schmiedete sie die grausamsten Worte zusammen, überlegte, dem Captain sämtliche Zähne rauszuschlagen. An seiner Kajüte angekommen, klopfte sie grob an. “GLEICH verdammt!“ Das Grummeln des Captains war nicht zu überhören, war ja klar, dass er wieder schlecht gelaunt war. Die Launen eines Weibes, dachte sie sich spöttisch. Schliesslich hörte sie von der anderen Seite der Tür ein „Was ist“ und trat energisch in den Raum ein, nicht ohne die Tür laut hinter sich zuzuwerfen. An eine Anmeldung dachte sie gar nicht erst. Sie liess sich auch keine Zeit, um Rhyan wütend anzuschnauben. “Matanzas also, ja?” Der Captain grinste leicht, was sie nur noch wütender machte.
“Und?“
“Du willst also jemanden loswerden? Wie schnell du doch deine Worte vergessen hast…..Captain!
Dafür, dass er sie einfach nur schweigend ansah und ihr zuhörte hätte sie am liebsten in sein Gesicht geschlagen. “Falls du auch nur den Gedanken hegst, mich dort im Knast abzuliefern…..solltest du mir besser nicht mehr den Rücken zukehren oder noch einmal heimlich Viagra nehmen!“ Gilberta ertrug es nicht, dass er schwieg. Sie wollte, dass er ebenso laut wurde wie sie, wollte sich mit ihm streiten um sich dann endlich mit ihm zu versöhnen – ihr Körper schrie nach ihm und so seltsam es war, es irritierte sie nicht. Rhyan hingegen sah sie ausdruckslos an und drückte ihr ein Messer in die Hand, um sich dann von dir abzuwenden.
