Es darf nicht sein Teil I
Montag, Juni 30th, 2008
Der Gedanke an die Sternkarten holte ihn fort von hier und erinnerte ihn an seine eigene Aussage, dass ein Navigator die markanten Punkte des Himmels auf der Karte nicht wieder finden würde, da sie hoffnungslos in der Leidenschaft zum Detail untergingen. Allerdings musste er zugeben, dass er letztlich wohl doch eher von seiner Warte aus sprach, denn Sternkarten empfand er schon als unübersichtlich, als er noch auf See seinen Dienst leistete. Fünfzehn oder sechzehn Jahre mochte er alt gewesen sein und er hatte sich bereits schon einen großen Namen gemacht, war längst bei der Schattengarde und zwei Jahre später wurde er zu deren Kommandant ernannt. Aber selbst wenn er schon früher derjenige gewesen wäre, der die Befehlsgewalt inne hatte, auf hoher See erteilten sie andere. So hatte er als einfacher Matrose das Deck des Schiffes geschrubbt, auf welchem er diente, half in der Kombüse Kartoffeln schälen, kletterte in der Takelage herum und schrie Occis entgegen, wenn der Sturm über die Reling peitschte. Es war ein großartiges Jahr gewesen. Und vermutlich ahnte niemand, wie überaus froh er gewesen war, endlich wieder dauerhaft festen Boden unter den Füssen zu haben. Er war bei ihr, gleichzeitig jedoch war er es auch nicht. Seine Gedanken standen selten still und sie kreisten meist um vieles und nicht nur um eine einzige Angelegenheit allein. Er hatte sich diese Art angewöhnen müssen, zu vieles gab es zu bedenken, vor allen Dingen dann, wenn man ein Mann der Tat war und keiner, der nur delegierte.

